Die Natürliche Wirtschaftsordnung
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Aufgelesen

Was andere – mehr oder minder unmittelbar – über unser Thema und über uns schreiben.
(Alle Links außerhalb der Verantwortung von NWO im WWW.)

Der Glaube an unser westliches Wirtschaftssystem glich viele Jahre lang demjenigen an die Unsinkbarkeit der Titanic. Nachdem der Bug des Schiffes Kapitalismus bereits heftig am Eisberg rumpelt, steigt das Interesse am ramponierten Wirtschaftssystem, an den Ursachen, an Alternativen und damit an der Natürlichen Wirtschaftsordnung erheblich an – kein Wunder, denn "die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der gleichen Denkweise zu lösen, die sie erzeugt hat." (Albert Einstein angesichts der Weltwirtschaftskrise 1929)

Links zu Internetseiten zum Thema (einige auch oben enthalten und kommentiert) finden Sie nachfolgend in chronologischer Reihenfolge ihres Erscheinens. (Angesichts ihrer zunehmenden Häufigkeit werden hier nur noch bedeutsamere Artikel verlinkt.) Es handelt sich ausnahmslos um externe, nicht von www.nwo.de erstellte und zu verantwortende Internetseiten, die in separaten Browserfenstern oder -tabs geöffnet werden.

Hinweis: Wie ich zufällig feststellte, sind nicht wenige, insbesondere ältere der angegebenen Seiten nicht mehr, unter geänderter Adresse oder auch nur noch für Abonnenten erreichbar. Ich bitte um Verständnis, dass ich die Links nur sukzessive abarbeiten kann. Die kurzen Einführungen beinhalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Konrad Zuse, Heinz Nixdorf und das Schwundgeld
Konrad Zuse erfand den Computer; seine Rechner führten die junge Bundesrepublik ins IT-Zeitalter. Heinz Nixdorf war Pionier der dezentralen Datenverarbeitung; er gründete und leitete die erfolgreichste deutsche Computerfirma. Beide Männer interessierten sich als Studenten für die Lehren von Silvio Gesell. [Nixdorf bestätigte sein Interesse noch 1984,] Der Kaufmann, Volkswirtschaftler und Sozialreformer wollte durch „Freigeld“ mit negativen Zinsen eine neue Wirtschaftsordnung schaffen. (Blog des Heinz Nixdorf MuseumsForums, 29.11.2016)

Umdenken erforderlich – Ein Plädoyer für Negativzinsen, auch auf Bargeld…
Einzig effektive Negativzinsen, die das Bargeld einbeziehen, würden der Realwirtschaft tatsächlich helfen. Neben ihm selbst hätten auch namhafte Ökonomen wie Gregory Mankiw oder Willem Buiter diesen Vorschlag, der auf Silvio Gesell zurückgeht, gemacht. Inzwischen würde sich zwar sogar die EZB in Person von Benoît Cœuré auf Gesell berufen, doch Fuders betonte: "Negative Zentralbankzinsen müssen mit einer Belastung des Bargeldes einhergehen, wollte man den Negativzins der EZB mit dem Vorschlag Silvio Gesells vergleichen."
(Redaktion wallstreet-online.de, 13.09.2016)

Time for helicopter money?
... there is a danger that some might save, pay off debt rather than spend the money. How do you speed the process up? The answer lies in the ideas of Silvio Gesell, whom Keynes praised for a revolutionary idea. This was: if you have hoarded cash, then you have to get it stamped every month to retain its value. Thus, there is a cost to hoarding. Inflation can also cost the hoarder lost purchasing power. Gesell’s idea has been further developed by Lord Robert Skidelsky, the biographer of Keynes, and myself. (Meghnad Desai in Financial Express, 13.09.2016)

A tweak to helicopter money will help the economy take off
Another way of achieving the desired increase in spending was suggested by the Swiss businessman, Silvio Gesell, in 1906. His idea was to give cash directly to households. But to give people an incentive to spend the money and not hoard it, there had to be a cost to holding on to it. In his scheme, unspent currency notes would have to be stamped each month by the post office, with a charge to the holder for stamping them. How can this be done today? (Robert Skidelsky in Financial Times, 04.08.2016)

Could a Middle Ages Trick Help the ECB Increase Inflation and Raise Funds?
Maybe it is time the ECB tried something a little bit more radical, something from the playbook of authorities from the Middle Ages: recoinage. ... The idea is similar to a "Gesell tax", named after the eccentric 19th and early 20th century German economist Silvio Gesell, whereby to retain its value holders of bank notes would have to buy stamps to place on the note.
(Todd Buell in Nasdaq by Dow Jones Business News, 28.08.2015)

Griechenland: Alternative Währungen erleben Boom in der Wirtschaftskrise
Seit Ausbruch der Finanzkrise sind Parallelwährungen in Griechenland auf dem Vormarsch. Mehr als 80 solcher alternativen Zahlungssysteme existieren bereits und ihre Zahl steigt weiter an.
(Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 25.08.2015)

Experten entdecken umlaufgesichertes Geld
Robert Skidelsky empfiehlt Silvio Gesell und „Gestempeltes Geld“ (New Statesman), Gebühr auf Bargeld (Finanz und Wirtschaft), Kann Wörgl Griechenland retten? (The Guardian).
(HUMANE WIRTSCHAFT, 20.02.2015)

Oxfam: Hälfte des Wohlstands in der Hand von einem Prozent
Die britische Wohlfahrtsorganisation Oxfam weist vor der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos darauf hin, dass ein Prozent der Weltbevölkerung im Jahr 2016 mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzen wird. Die Kluft zwischen Arm und Reich werde schnell tiefer.
(Stefan Sauer in Frankfurter Rundschau, 19.01.2015)

Darum setzt Schweizer Notenbank auf Negativzinsen
Theoretisch ist das Konzept negativer Zinsen alles andere als neu – und ist erstmals sogar im späten 19. Jahrhundert diskutiert worden. Der renommierte US-Ökonom Irving Fisher soll von der Idee des deutschen Silvio Gesell so begeistert gewesen sein, dass er das Konzept Präsident Roosevelt in der großen Depression der 30er-Jahre unterbreitete. 1934 widmete Fisher dem Thema sogar ein ganzes Buch.
(Mathias Ohanian in DIE WELT, 18.12.2014, übernommen aus der Schweizer Handelszeitung)

Negativzinsen – Silvio Gesells Triumph
Mit Negativzinsen wollte der Ökonom Silvio Gesell Krisen bekämpfen. Seine Thesen werden langsam salonfähig.
(Markus Seidel in Capital, 04.12.2014)

Reichtums- und Gerechtigkeitsdebatte: Es gibt zu viel Geld auf der Welt
Die Familie Quandt hat im letzten Jahr mehr als 700 Millionen Euro Dividende von BMW erhalten. Musste die Familie dafür etwas tun? Nein, sie musste einfach nur warten. Andere haben dafür gearbeitet, die Beschäftigten bei BMW und bei den Zulieferbetrieben. Es ist nie der Kapitalbesitzer selbst, der aus dem Geld mehr Geld macht.
(Stephan Kaufmann und Eva Roth in Berliner Zeitung, 19.09.2014)

Das Wunder von Wörgl – Alternativwährung für den Aufschwung
In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts kurbelte ein findiger Bürgermeister in Österreich die Wirtschaft in seiner Heimat mit Notgeld an. Ein Modell, dass auch heute noch viele Regionen nachahmen.
(3sat, 19.09.2014)

Life below zero: Learning about negative interest rates
In fact, the idea of negative interest rates, or “taxing money”, goes back to the late nineteenth century, to Silvio Gesell, the German founder of “Freiwirtschaft”. The historic academic opinion on Gesell is divided. Irving Fisher supported him and John Maynard Keynes called him “a strange, unduly neglected prophet”, others a “typical monetary crank”.
(Speech by Benoît Cœuré, Member of the Executive Board of the ECB, 09.09.2014)

Silvio Gesell – Der Erfinder des Schrumpfgeldes
Silvio Gesell, ein Kaufmann aus der Eifel, hatte eine verrückte Idee: Die Geldscheine sollen jedes Jahr an Wert verlieren, damit sie niemand hortet. Heute hat er selbst unter Ökonomen Fans. [Gesell nannte sein Freigeld auch Schwundgeld, aber niemals Schrumpfgeld. A. R.]
(Christian Siedenbiedel in der Frankfurter Allgemeinen, 05.07.2014)

Papst Franziskus bezeichnet Kapitalismus als unerträglich
Papst Franziskus verschärft seine Kapitalismuskritik. Damit das System fortbestehen könne, würden Kriege geführt, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.
(ZEIT ONLINE, 13.06.2014)

Strafzinsen – Leben mit dem Schwundgeld
Wie bringt man Banken dazu, Kredite zu vergeben statt das Geld zu horten? Mit Strafzinsen, meint die Europäische Zentralbank. Neu ist die Idee nicht. Dass sie sinnvoll sein kann, zeigt ein Blick in die Geschichte. ... Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) nun wirklich einen Strafzins auf die Einlagen hiesiger Geldinstitute einführt, so verfolgt sie damit ein ähnliches Ziel wie einst der Bürgermeister von Wörgl: Sie versucht, den Banken das Geldhorten auszutreiben, damit diese es zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen - etwa indem sie Kredite vergeben. Und doch würde sich die EZB damit ihrerseits an ein historisches Experiment wagen.
(Varinia Bernau in der Süddeutschen Zeitung, 24.05.2014)

EZB macht den Euro zum Schwundgeld
Die Europäische Zentralbank bringt die Wunderwaffe Negativzins in Stellung. Schon bei der Ratssitzung im Juni könnten die Währungshüter diese Waffe gegen die Nachfrageschwäche in Europa abfeuern. Damit würde eine Strafgebühr für Geld eingeführt, das Banken bei der EZB parken. Mit dem Strafzins soll den Banken das Geldhorten verleidet werden. ... Das "Schwundgeld" ist eine alte Idee, die der deutsche Ökonom und Sozialreformer Silvio Gesell vor ziemlich genau 100 Jahren in die Welt gesetzt hat. Sie wurde bisher aber nur selten und immer nur in regionalem Maßstab in die Praxis umgesetzt. Das Experiment der EZB ist also gewissermaßen der erste große Feldversuch.
(Andreas Plecko in The Wall Street Journal, 19.05.2014)

Gerechtigkeit – Das „Institut der deutschen Wirtschaft“ müsste in den Medien jegliche Glaubwürdigkeit verloren haben
Mit diversen anschaulichen Grafiken zum Thema soziale Ungerechtigkeit, insbesondere "Vermögensverteilung in Deutschland" und der "Lesehilfe" dazu: "Den obersten 0,5% der Bevölkerungen gehören 31,2% des Vermögens" (Quelle: DIW Berlin).
(Wolfgang Lieb in NachDenkSeiten, 17.05.2014)

Deutsche Sparer müssen Strafzinsen der EZB fürchten
Das Wort Zinsen muss neu definiert werden. Konnten Sparer bislang davon ausgehen, dass Zinsen etwas bringen, könnten sie ihnen in Zukunft etwas vom Ersparten nehmen. Seit der jüngsten Notenbanksitzung vor einer Woche erwarten die Märkte, dass die Europäische Zentralbank (EZB) schon im Juni zu ihrer schärfsten Waffen greifen könnte: Negativzinsen. ... Die Idee ist nicht neu. Sie kam bereits vor rund 100 Jahren auf. Der deutsche Sozialreformer Silvio Gesell schlug "Schwundgeld" vor, das über die Zeit wertlos würde, wenn es nicht ausgegeben wird. Dadurch sollte die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erhöht und Wachstum geschaffen werden.
(Holger Zschäpitz in DIE WELT, 16.05.2014)

Minuszinsen – Seid doch mal etwas negativer!
Der Ruf der EZB nach Einlagenzinsen unter null wird lauter. Bedeutet das Experiment eine Strafsteuer für Banken, die Geld horten? Oder für Sparer? Dänemark und Schweden haben mit Minuszinsen gute Erfahrungen gemacht. ... Das klingt schon fast wie bei radikalen Gegnern des Kreditsystems, wie etwa der vom Ökonom Silvio Gesell inspirierten Freigeldtheorie: Spekulation bestrafen, Zirkulation belohnen, um die reale Wirtschaft anzutreiben.
(Arvid Kaiser im manager magazin online, 15.05.2014)

Wie eine Sparkasse gegen den Zinseszins kämpft
Manchmal kommen die größten Ideen aus den kleinsten Gegenden: Die Sparkasse Rosenheim-Bad-Aibling will unser Geldsystem auf den Kopf stellen. Nicht jeder reagiert auf diesen Vorschlag begeistert.
(Oliver Stock im Handelsblatt, 05.05.2014)

Artikel über den französischen Ökonomen ("Ungleichheitsforscher") Thomas Piketty:

Stoff zum Nachdenken: Der Zinseszinseffekt
"Langfristig wird jedes Geldsystem durch Zins und Zinseszins zusammenbrechen." Die Erkenntnis ist nicht neu, wohl aber der Ort ihrer Veröffentlichung!
(Aus dem Newsletter "Zins & Börse" der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Januar 2014)

Luther zu Geld und Zins (PDF)
Heutzutage werden Geld und Zins kaum noch ethisch hinterfragt. Und vielfach akzeptieren selbst diejenigen, die sich gern unter solche Bibelworte stellen wie „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Mt 6,24), ohne Bedenken Geld- und Zinszahlungen zu eigenen Gunsten. Der Wittenberger Reformator Martin Luther, den man wirtschaftsgeschichtlich als Zeuge des eigentlichen Durchbruchs der Geldwirtschaft versteht, sah sich jedoch ganz anders in dieser Thematik gefordert. (Andreas Pawlas, Hrsg. Münzkabinett der Universität Uppsala, 2013

Raimund Brichta: Die Geld-Parkgebühr kommt
Die Europäische Zentralbank denkt angeblich darüber nach, einen negativen Strafzins für Banken einzuführen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Ein solcher Schritt wäre keinesfalls absurd, sondern konsequent.
(Raimund Brichta auf n-tv, 26.11.2013)

Auf Sardinien rollt statt des Euro der Sardex
"Der Erfolg ist beträchtlich: Dieses Jahr werden nach Schätzung bis zu 15 Millionen Sardex, sprich 15 Millionen Euro, auf Sardinien zirkulieren. Hinter der Idee stehen vier Freunde, die vor drei Jahren einen Weg suchten, um der Liquiditätskrise zu trotzen." "Die Sardex-Gründer ließen sich von einem österreichischen Modell der 1930er-Jahre, dem Wörgler Schwundgeldexperiment, inspirieren."
(Christine Pawlata in derStandard.at, 18.11.2013)

Straf-Zinsen für Sparer: Finanz-Eliten wollen Bargeld abschaffen
"Die Niedrig-Zins-Politik der Zentralbanken ist gescheitert: Nun kursiert eine neue Idee, wie die Bürger gezwungen werden können, ihr Geld in den Konsum zu stecken: Die Zentral-Banken könnten Negativ-Zinsen einführen."
(Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 18.11.2013)

Talent – eine Währung mit Vorgeschichte
"Die dortige Wirtschaftskrise [in Argentinien] brachte ihn [Silvio Gesell] dazu, sich zu überlegen, wie eine Wirtschaftordnung aussehen könnte, die allen Menschen Wohlstand und Beschäftigung bietet. Die Ursache der Krise entdeckte er schliesslich darin, dass Geld gehortet wird, anstatt im Umlauf zu bleiben. Sein Vorschlag war, dass für gehortetes Geld eine Gebühr zu entrichten sei als Anreiz, das Geld rasch wieder zu investieren."
("chguettinger" in Aargauer Zeitung, aktualisiert am 06.11.2013)

Warum die Schulden verteufeln?
"Geldvermögen und Schulden sind lediglich zwei Seiten derselben Medaille. Man kann Geldvermögen nur bilden, wenn ein Anderer dafür gleich hohe Schulden macht. Erst durch Schulden wird Geldvermögen also möglich. Das ist ein wichtiger Zusammenhang, der den meisten Leuten nicht bewusst ist." Eine exzellente Erklärung eigentlicher Binsenwahrheiten, die kaum jemand kennt, die uns aber alle betreffen – und das in einem öffentlichen Medium.
(Raimund Brichta in n-tv, 30.10.2013)

Buch-Zusammenfassung: “Geldsyndrom 2012″, Helmut Creutz
"Das Sachbuch 'Das Geldsyndrom 2012' ist eine kritische Analyse des Kapitalismus – der wirtschafts-politischen Grundlage unseres Zusammenlebens und des Güter- und Dienstleistungs-Austausches. Helmut Creutz erklärt, warum Kapitalismus Übervermögen und Überschuldung mit zunehmender Zeit hervorbringt und dadurch immer instabiler wird, zeitlich zunehmend den Geldfluss der Wirtschaftsakteure behindert."
 (Georg Lehle in seinem Blog "Friedensblick", 29.07.2013)

Video: Fehler im Geldsystem?
Systemkritische Fragen blieben in der Finanzkrise bislang unterbelichtet. Der neue Film "Fehler im Geldsystem?" zeigt in anschaulichen Grafiken welche Folgen Zins und Zinseszins in der Finanzwirtschaft haben und wie systematisch von der großen Mehrheit der Bevölkerung zu den Vermögenden umverteilt wird.
(MonNetA, 19.07.2013)

"Keine Ideologie-Debatte" – Michael Grunow über Engagement Gewissen und das Geldsystem (PDF)
Der 18-jährige Abiturient des Torgauer Johann-Walter-Gymnasiums, Michael Grunow, macht sich im SonntagsWochenBlatt-Gespräch als Mitglied der Regionalgeld Initiative Torgau Gedanken über das aktuelle Geldsystem und versucht die Frage "Lust auf neues Geld?" zu beantworten.
(Interview von H. Landschreiber im SonntagsWochenBlatt Torgau, 07.07.2013)

"Es wird immer neue Crashs geben"
"Das heutige Geldsystem hat nur ein Ziel: aus Geld mehr Geld zu machen. Durch die Verzinsung sind die Geldvermögen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs exponentiell gewachsen und diese gigantische Menge Geld sucht auf den Finanzmärkten nach Rendite. Das Geld ist aber nur zu einem Bruchteil durch reale Werte gedeckt. Deswegen fängt man an zu spekulieren, einzelne Währungen gegeneinander auszuspielen usw. Aus der Sicht einzelner Unternehmen mag das profitabel sein, aber aus der Sicht der Gesamtheit der Bevölkerung ist es eine Katastrophe."
(Interview mit Margrit Kennedy, heute.de, 31.05.2013)

Das Schwundgeld und die Börse
"Die Rohstoffpreise sinken, die Aktienbörsen boomen. Grund für diese paradoxe Entwicklung: Die Zentralbanker haben das Schwundgeld von Silvio Gesell entdeckt."
(Philipp Löpfe im Schweizer Tagesanzeiger, 14.03.2013)

Silvio Gesell regiert die Welt
"Wissen Sie, was die hoch verschuldete Gemeinde Wörgl 1933 gemacht hat? Antwort: mitten in der Weltwirtschaftskrise hat sie eine Skischanze gebaut."
(Benno Weber in Swisscanto, 25.01.2013)

Via Euregio: Silvio Gesell
Europa steckt in der Krise. Das wissen wir und jeden Tag erreichen uns neue Meldungen von Jobabbau und dem Wertverlust unseres Geldes. Doch es gibt eine Theorie, die für die aktuelle Situation Lösungsansätze bereit hält. Hier geht es um eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Eine Lehre, deren eifriger Verfechter der Eifeler Silvio Gesell war.
(Video des Belgischen Rundfunks BRF, 16.11.2012)

Silvio Gesell: ein totgeschwiegenes Genie
Bei der Diskussion über die seit 2008 andauernde, sogenannte Finanzkrise wird ein Name von sämtlichen Medien geradezu totgeschwiegen, ignoriert und als nicht existent behandelt. Dabei ist es gerade Silvio Gesell, der die Lösung der uns immer wieder einholenden Probleme der regelmäßig kollabierenden Geldsysteme bereits vor 100 Jahren erkannte und entsprechende Alternativen präsentierte.
(Horst Wüsten in www.buergerstimme.com, 07.10.2012)

Das Armutszeugnis des Reichtums Teil 1 und Teil 2
"Als meine Mutter mir den Zins erklärte, sagte sie: 'Du musst dein Geld auf die Bank bringen. Damit es sich vermehrt.' Vermehrt? Wie mein Hamster, der Junge kriegt? Geld, das Junge kriegt? 'Warum vermehrt sich das Geld auf der Bank?' fragte ich. 'Das ist eben so', sagte meine Mutter."
(Ni Gudix im Maulbeerblatt, 18.09. und 05.10.2012 – Hinweis erst jetzt erhalten)

"Tausche Auto gegen Muttermilch"
Krise und Massenarbeitslosigkeit machen Europas Jugend erfinderisch: Alternative Währungen, Zeitbanken und Tauschsysteme sind auf dem Vormarsch. Ganz im Sinne von Silvio Gesell, der das "rostige" Geld erfand.
(Philipp Lppfe in Der Bund/Schweiz, 28.08.2012)

Eurokrise – Dirk Müller bei Maybritt Illner (YouTube-Videos)
Teil 1 Jede homogene Region benötigt eine passende Währung (2:46 min)
Teil 2 Ein neues Europa? (2:47 min)
Teil 3 Betriebswirtschaft versus Volkswirtschaft (2:45 min)
Und ein Kommentar von Robert Mittelstaedt (PDF)

Silvio Gesell und seine Kritik am Zins
"Er wollte mit rostendem Geld die Welt retten und den Frauen die Partnerwahl überlassen: der Autodidakt, Soziologe und Kapitalismuskritiker Silvio Gesell. Als Kaufmann in Argentinien musste er Ende des 19. Jahrhunderts eine heftige Wirtschaftskrise überstehen und kam ins Grübeln."
(Christian Sachsinger im Hörfunkprogramm Bayern 2, 15.06.2012)

Silvio Gesell - der Ökonom, der das Geldsystem verändern wollte
"Silvio Gesell war in seinem globalen Denken seiner Zeit weit voraus. Für ihn sollte die Erde allen Menschen gleichermaßen gehören, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Stand, Vermögen, Religion, Alter oder Leistungsfähigkeit. Landesgrenzen sollten überflüssig werden." "Die idyllisch gelegene Silvio-Gesell-Tagungsstätte in Wuppertal ist ein authentischer Ort der Bewegung, die Gesell seinerzeit in Gang setzte. ... Unter dem Aspekt des Fließens, des Werdens und Vergehens, startete Anfang April im zwei Hektar großen Wald der Silvio-Gesell-Tagungsstätte die Ausstellung ''GesellScha(f)ft Kunst'' unter der Leitung des Künstlers Karsten Behr."
(Petra Anderson auf suite101.de, 26.05.2012)

"LustAufNeuesGeld"
... veröffentlicht auf seinem YouTube-Kanal sehenswerte Videos, insbesondere den mehrteiligen "Wechselkurs".
(Neues Geld gemeinnützige GmbH, aufgerufen am 15.05.2012)

Das Geld einsperren
Britische Finanzaufsichtsbehörde prüft geplante Regionalwährung für Bristol. "... seitdem die Finanzwelt verrückt zu spielen scheint, wirken Regionalwährungen gar nicht mehr so versponnen. Auf Kreta etwa haben die Menschen ihr eigenes Geld erfunden, und mit dem Bristol Pound soll man selbst lokale Gewerbesteuern zahlen können. ... Taler, Taler, du musst wandern – das ist der Refrain aller Befürworter von Komplementärwährungen. Sie wollen das Geld zu seinen Ursprüngen zurückführen. Verheerend wirkt sich ihrer Meinung nach der Zinseszinseffekt aus, der Vermögen exponentiell wachsen lässt. Ginge es nach ihnen, wäre das Geld wieder vor allem ein Tauschmittel. Dabei berufen sie sich auf den Kaufmann Silvio Gesell, der schon vor etwa 100 Jahren einen Negativzins forderte – eine Art Parkgebühr für nicht in Umlauf gebrachtes Geld."
(Verena Hasel im Tagesspiegel, 29.04.2012)

Darstellungen der Vermögensverteilung in Deutschland – Realitätsverlust oder politisches Kalkül?
"... kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass – mit statistischen und darstellerischen Tricks und/oder mit hingenommenen Mängeln der Datenerhebung – der Öffentlichkeit eine Vermögens- und Wohlstandsverteilung vorgegaukelt wird, die mit der Realität absolut nichts mehr zu tun hat. Steckt hinter der Darstellung der Vermögensverteilung in Dezilen nur ein gehöriger Realitätsverlust oder politisches Kalkül, etwa um der Öffentlichkeit die Wahrheit zu verschleiern?"
(Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung, 02.04.2012 – Quiz und Link zur vollständigen PDF-Datei beachten)

Ökonomische Ideengeschichte – Silvio Gesell und das Schwundgeld
"Im März 2012 wäre Silvio Gesell, ein äußerst unkonventioneller deutscher Wirtschaftstheoretiker, 150 Jahre alt geworden. Seine zentrale Idee läuft den gängigen Vorstellungen der meisten Ökonomen – und auch der Durchschnittsbürger – zuwider: Geld soll nämlich nicht endlos gehortet werden können und auf diese Weise zu Reichtum führen, sondern als Schwundgeld mit der Zeit an Wert verlieren. Kreative Ökonomen wie z.B. Keynes, Fisher und Wicksell waren von seinen Ideen angetan, und die andauernde Finanzkrise brachte sie wieder in der allgemeinen wissenschaftlichen Diskussion in Umlauf."
(Manuela Gastmeyer in Wiwi-Werkbank des Leibniz-Informationszentrums Wirtschaft, März 2012, mit einem Video zum "FreiTaler")

The Dallas Fed Is Calling For The Immediate Breakup Of Large Banks
"It's hard not to think it's a big deal when a branch of the Federal Reserve system calls for the breakup of major American banks. The bank has just released its annual report, and the title of the letter is: Choosing the Road to Prosperity Why We Must End Too Big to Fail—Now."
(Joe Weisenthal in Business Insider, 21.03.2012)

Silvio Gesell "Geld muss rosten!"
Außergewöhnliche Krisen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Der Sozialreformer Silvio Gesell wollte eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Zu Gesells 150. Geburtstag ein Gespräch mit dem Wirtschaftswissenschaftler Werner Onken.
(Interview: Wolfgang Uchatius in ZEIT ONLINE, 17.03.2012)

Rostende Banknoten als Weg aus der Krise
"Freies Geld, freies Land, freie Menschen - das propagierte der Sozialreformer und Wirtschaftsrevolutionär Silvio Jean Gesell Anfang des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 17. März 1862 geboren."
(Agnes Steinbauer im "Kalenderblatt" von Deutschlandradio Kultur, 17.03.2012)

"Gesell würde sich heute vehement gegen die Spekulation mit Lebensmitteln wenden"
"Über das Wirken und die Bedeutung der Thesen von Silvio Gesell unterhielt sich das Grenz-Echo mit Werner Onken. Der Diplom-Ökonom ist seit 1982 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung sowie verantwortlich für die Zeitschrift für Sozialökonomie. Zudem hat er die Gesammelten Werke von Silvio Gesell als Herausgeber publiziert."
(Interview im Grenzecho, 17.03.2012)

St.Viths großer Kämpfer für soziale Gerechtigkeit
"Vegetarier aus Überzeugung, umtriebiger Kaufmann und kritischer Zeitgeist: Silvio Gesell besaß viele Facetten, die auch heute als modern gelten. Aufmerksamkeit erlangte er jedoch in erster Linie als Sozialreformer. Vor 150 Jahren wurde der Finanztheoretiker in St.Vith geboren."
(Martin Klever in Grenzecho, 17.03.2012)

Silvio Gesell – Der Erfinder des rostenden Geldes
"Der Mann ist eine der schillerndsten Figuren der Volkswirtschaftslehre: Ein Autodidakt, der nie eine Universität besuchte, aber eine eigene wissenschaftliche Denkschule etablierte. Ein Kaufmann, dessen ökonomische Theorien führende Volkswirte wie John Maynard Keynes, Irving Fisher und der Nobelpreisträger Maurice Allais in hohen Tönen lobten - der aber von den meisten modernen Ökonomen als Irrlicht betrachtet wird: Silvio Gesell (1862 - 1930). Der geldpolitische Querdenker wäre am Samstag 150 Jahre alt geworden."
(Norbert Häring am 15.03.2012 im Handelsblatt sowie in der ZEIT und in der Wirtschaftswoche)

Oranienburg: Ehrung zum 150. Geburtstag von Silvio Gesell
17.03.2012 ab 10:00 Uhr: "Aus Anlass des 150. Geburtstages des Edener Lebens-, Finanz- und Sozialreformers Silvio Gesell finden zu dessen Ehrung verschiedene Programmpunkte in Oranienburg statt." (Alle Programmpunkte und eine Kurzvita.)
(Aus dem Internetauftritt der Stadt Oranienburg)

Ehrung für einen Reformer – In Oranienburg wurde an den 150. Geburtstag von Silvio Gesell erinnert
"Mit einer Gedenkveranstaltung am Grab Silvio Gesells auf dem Oranienburger Friedhof wurde am Sonnabend an den namhaften Wirtschafts- und Geld-Reformer erinnert. Gesell, dessen 150. Geburtstag sich am 17. März zum 150. Male jährt, gilt als der Begründer der Freiwirtschaftslehre. Sein Ziel war eine stabile und freiheitliche Marktwirtschaft durch Abschaffung des Geldzinses und des Privateigentums an Grund- und Boden."
(Ulrich Bergt in Märkische Allgemeine, 12.03.2012)

Audienz bei Silvio Gesell
"Er trat für einen freien, fairen, chancengleichen Wettbewerb ein. Für den Berliner Innovationskreis, der nach alternativen Ansätzen in Arbeit und Wirtschaft sucht, sind die Ideen von Silvio Gesell noch heute interessant – und ein Grund für einen Besuch in Eden."
(Heike Weißapfel in Märkische Oderzeitung, 11.03.2012)

Köthen: Fünf vor Zwölf in Sankt Jakob
"... waren Schlagzeilen zu lesen, die von der weltweiten Finanzkrise und Staatspleiten kündeten. Dem wurden Zitate von Persönlichkeiten wie Helmut Creutz, Margrit Kennedy und Dirk Müller entgegengesetzt, die sich für die Freiwirtschaft als Alternative zur bestehenden Wirtschaftsordnung stark machen. Ihre Zitate brachten auf den Punkt, was auf dem Geldkongress in Köthen sieben Tage Thema sein wird: Geld- und Bodenreform, Regionalgeld, eine nachhaltige Wirtschaft und bedingungsloses Grundeinkommen.
(Katrin Noack in Mitteldeutsche Zeitung, 11.03.2012)

Nicht auf Kosten der anderen – Die Kritik des Silvio Gesell an einem raffgierigen System
"Der am 17. März 1862 ... geborene Ökonom wollte der Wirtschaft eine Radikalkur verordnen. Die Fixierung auf das Geld ... hindert den Menschen daran, sich auf seine eigentlichen Qualitäten zu besinnen. Ein Unternehmer beispielsweise, der seinen Gewinn zur Bank trägt, weil ihm dies höhere Zinsen verspricht, als weitere Investitionen dies tun würden, unternimmt nichts mehr."
(Rolf Höller in Neues Deutschland, sozialistische Tageszeitung, 10.03.2012)

Wenn das Geld rostet
"Viele Notenbanken sitzen zurzeit in der Liquiditätsfalle. Um endlich daraus zu entrinnen, greift das US-Fed nun auf eine alte Idee zurück: Geld, das weniger wert wird. ... Mit dieser Geldpolitik greift Bernanke eine alte Idee auf. Sie stammt von Silvio Gesell, einem sehr erfolgreichen Kaufmann deutsch-argentinischer Herkunft."
(Philipp Löpfe in der Basler Zeitung, 03.02.2012)

Islamisches Finanzwesen: Gottgefällige Banker
"Der Koran wird deutlich: 'Diejenigen, die Zins nehmen, werden dereinst nicht anders dastehen als einer, der vom Satan erfasst und geschlagen ist.' In Sure 2, Vers 275 wird das ewige Höllenfeuer dem angedroht, der sich nicht an das Zinsverbot hält."
(Sabrina Ebitsch in Zeit Online, 27.01.2012)

Sind wir zu satt für Gott?
"Das gegenwärtige Weltwirtschaftssystem ist an beiden Enden verbesserungsfähig: Es enthält zu vielen Menschen das vor, was sie wirklich brauchen, und gleichzeitig nährt es ein unbegrenztes und ungebremstes Begehren, das auch angesichts von Reichtum und Überfluss noch anhält." Ob der Autor Zins und Zinseszins als Triebfeder unbegrenzten und ungebremsten Wachstums erkannt hat, schreibt er leider nicht.
(Finanziminister Wolfgang Schäuble in Christ & Welt, Ausgabe 51/2011)

Geldsystem – Diffamierungen, konstruierte Argumente und Gegendarstellungen
Mehr und mehr fällt auf, dass sich die Zeit stupider Geldsystem-Ignoranz dem Ende zuneigt. Versteht man es als sein Anliegen, über die fehlerhafte und unsoziale Struktur des bestehenden Geldsystems aufzuklären, so kennt man diesen Effekt zu Genüge: Anstatt, dass die Adressaten sich für die gesellschaftlich eigentlich doch recht bedeutende Information bedanken, winden sie sich wie kleine Kinder, die keinen Spinat essen wollen. Frei nach dem Motto: Was nicht sein darf, kann nicht sein! Die zwanghafte Aufrechterhaltung des eigenen Weltbildes ist schließlich wichtiger als eine Erkenntnis.
(Florian Hauschild in The Intelligence, 01.12.2011)

So kann man es auch sehen: Europas letzte große Chance
Nicht Zins und Zinseszins sind die Ursache der Finanzkrise, sondern: "... (die) aufgeblähten öffentlichen Sektoren mit untragbaren Sozialleistungen ... Die Regierungen haben zu vielen Menschen, zu lange, zu viel versprochen ... Die einzige dauerhafte Lösung der Krise in Europa besteht in der Reformierung der Sozialleistungen". Das Rezept: "Exzesse des Sozialstaates in Schranken halten". "Kanada ist es gelungen, die schlimmsten Auswüchse des Sozialstaates einzudämmen"
(Michael J. Boskin, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Stanford und Senior Fellow an  der Hoover Institution, ehemaliger Vorsitzender des wirtschaftlichen Beraterstabes von Präsident George H. W. Bush, in Project Syndicate – A World Of Ideas, 25.11.2011)

Alternative Währungen – An den Banken vorbei
Die Finanzkrise stellt unser modernes Geldsystem infrage. Alternative Währungen, die dank Computer und Internet immer professioneller betrieben werden, erhalten neuen Zulauf. ... Ein neues System in Griechenland erlaubt etwa, Euro in Ovolos zu tauschen. Mehr als 5.000 Menschen haben bereits ein Onlinekonto für die Tauschwährung angemeldet. ... Herkömmliche Kredite sind in Griechenland derzeit schwer zu bekommen und sehr teuer. Ovolos-Kredite hingegen sind zinslos. Gesell (entwickelte) bereits in den zwanziger Jahren die Idee des sogenannten Freigelds: Anstatt dass es Zinsen dafür gibt, das Geld nicht auszugeben, verlieren die Scheine am Ende eines Quartals zwei Prozent des aufgedruckten Wertes.
(Niels Boeing in ZEIT ONLINE, 17.11.2011)

Wem hilft die Griechenland-Hilfe?
Rund vier Fünftel der Hilfe müssen für Zins- und Tilgungszahlungen verwendet werden, während nur knapp ein Fünftel zur Finanzierung des laufenden Haushalts übrig bleibt. Weit über die Hälfte der Tranche fliesst dabei zurück ins Ausland.
(Neue Zürcher Zeitung, 11.11.2011)

Vereint für ein neues Eigentumsrecht
Zwei Schweizer Bodenrechtsstiftungen haben sich zusammengeschlossen. NWO-Stiftung Belcampo – dies ist der Name einer neuen Schweizer Bodenrechtsstiftung. Sie setzt sich zum Ziel, das Gemeineigentum an der Lebensgrundlage Boden zu fördern und damit die gesellschafts- und umweltschädliche Spekulation einzudämmen. Der Name der Stiftung nimmt Bezug auf die Natürliche Wirtschaftsordnung Silvio Gesells und mit Bel Campo auf "Schönes Wohnen" im Sinne von sorgenfreier Existenz.
(Heinz Girschweiler in Zeitpunkt/Schweiz, 10.11.2011)

Du bist Deutschland
Andreas Bangemann, Redakteur der HUMANEN WIRTSCHAFT, hat in Anlehnung an die Kampagne der Bundesregierung "Du bist Deutschland" eine äußerlich ähnliche, inhaltlich aber weit ermutigendere Serie von Bildern und Texten kreiert. Du ... klickst!
(Andreas Bangemann auf flickr)

Geldsystem: wann kommt der grosse Knall?
"In unserem vom Kapital dominierten Wirtschafts-System, also dem Kapitalismus, können nur mit einem unaufhörlichen Wachstum jene Verluste ausgeglichen werden, die durch das exponentiell wuchernde Überwachstum der Geld-Vermögen durch die Zins-Einkommen entstehen. Unsere Volkswirtschaften funktionieren wie Motoren, die nur bei ständig steigenden Drehzahlen in Betrieb gehalten werden können."
(Norbert Knobloch in MMNews, 24.10.2011)

Der Schaufelbagger Zins (PDF)
In seiner Reihe "Katholische Welt" brachte das Hörfunkprogramm Bayern 2 diese Sendung mit dem Untertitel "Vom Zinsverbot in den Religionen zur zinsfreien Wirtschaft", die mit der These schließt: "Geld ohne Vermögenszins löst nicht alle Probleme der Menschheit, aber ohne Überwindung des Wachstumszwangs kann keines der großen Probleme auf unserer begrenzten Erde gelöst werden." (Auch als MP3-Audiodatei.)
(Autorin: Maria Riederer, Bayern 2, 23.10.2011)

Segen und Fluch des Geldes
"Denkanstöße" ist der Untertitel einer Broschüre des Wirtschaftsrings LANDMARK zum Thema Geld, die auf einer Ausstellung in der Stadtkirche St. Michael in Jena im November/Dezember 2003 basiert. Sie enthält viel gut verständliches Material zum Thema einer natürlichen und gerechten Wirtschaftsordnung.
(Wirtschaftsring LANDMARK, abgerufen am 22.10.2011)

Zins und Zinskritik
Eine außergewöhnliche Bank schreibt in ihrem Internetauftritt: "Andauerndes Wachstum der Wirtschaftsleistung und exponentielles Wachstum der Vermögen und Schulden (Zinseszinseffekt) bedrohen die Stabilität der Finanzwirtschaft und unsere Lebensgrundlagen." Besonders lesenwert ist der verlinkte "E-THIKKER".
(EthikBank, Herbst 2011)

Unangenehme Wahrheiten zur Wirtschaftskrise legt Prof. Dr. Christian Kreiß von der Hochschule Aalen per Video und Präsentationsfolien dar.
Teil 1 | Teil 2a | Teil 2b | Teil 2c | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5
Kreiß' Wahrheiten sind nicht nur unbequem, sondern auch mutig, fordert er u. a. doch die Reduzierung des Zinseszinses durch Schwundgeld.

"Der Mammon ist schlimmer als der Teufel" – ein Interview mit Eugen Drewermann
"Das leistungslose Einkommen der Banken durch das Kassieren von Zinsen auf Schulden ist der Hauptpunkt, der alle Welt belastet, die Dritte Welt noch viel mehr als die USA oder den Euroraum." ... "Martin Luther hat eine wütende Schrift gegen den Zinswucher verfasst. Irgendwann aber haben die Kirchen kapituliert, sie haben heute selbst ihre Banken, sie spielen mit im großen Geschäft ..."
(Salzburger Nachrichten, 23.08.2011)

History repeating – Das Wunder von Wörgl als Vorbild
In Österreich dachten bald Dutzende von Gemeinden daran, das Erfolgsrezept der Tiroler Gemeinde zu übernehmen. Auch international stieß das Experiment auf große Beachtung. Letztlich wurde das Wunder von Wörgl nach nur 14 Monaten von der Nationalbank gestoppt. Dessen ungeachtet gilt das Wörgler Freigeld bis heute als Vorbild zahlreicher Regiogeld-Initiativen.
(Alexander Hahn in WirtschaftsBlatt Österreich, 8. Juli 2011)

Bankrotteure bitten zur Kasse
Wie, warum und bei wem nehmen Länder Kredite auf? Wer muß sie letztlich zurückzahlen, und wer profitiert davon? Über Mythen und Wirklichkeit im Zusammenhang mit Staatsschulden. "Öffentlicher und privater Armut steht der ungeheure private Reichtum weniger gegenüber. An dieser Verteilungsspirale haben die Regierungen eifrig mitgedreht. Jahr für Jahr fließen den Staatsgläubigern je nach Zinsstand zur Zeit zwischen 60 und 70, in den kommenden Jahren sogar bis an die 100 Milliarden Euro zu – jedes Jahr, wohlgemerkt. Das sind in den letzten zwanzig Jahren über 1,3 Billionen Euro, die der Staat zum Aufpumpen der Vermögensblase beigetragen hat. Die müssen zwar versteuert werden, aber ohne daß etwas übrig bleibt, werden die Besitzenden dem Staat wohl kaum Geld leihen, ganz davon abgesehen, daß sie die Regierungen dazu gebracht haben, ihre Steuern immer weiter zu senken."
(Jürgen Leibiger in junge Welt, 29.06.2011)

Book of the Week (2): The History of Stamp Scrip
New Currency: How Money Changes the World As We Know It. By Jordan Bruce MacLeod. Integral Publishers, 2009. "This very well written introduction to why we need differently designed currency has an interesting review of historical experiences, in particular how evolutions after the meltdown of 1929 could help find solutions for the meltdown of 2008."
(Michel Bauwens in P2P Foundation Sites/Publications, 15. Juni 2011)

Silvio Gesell: ‘a strange, unduly neglected’ monetary theorist
Given the renewed interest in negative interest rates as method for removing the floor to nominal interest rates, this article offers a concise review of Gesell’s life, work and its place in the history of economic thought.
(Hinweis in PoliEcon auf eine Arbeit von Cordelius Ilgmann, Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung, Universität Münster, April 2011)

Eloas Lachenmayr: Freies Geld
Liedermacher Eloas Lachenmayr und seine Band “Die neuen Barden” vor Burgkulisse in Überlingen (Bodensee). Das Thema des Lieds ist gewagt. Selbst von Kritikern des Kapitalismus hört man nur selten, dass der Zins abgeschafft werden müsse. Tatsächlich ist es aber absurd, übermäßig reichen Menschen über Steuern Geld abzunehmen, während man gleichzeitig zulässt, dass ihnen über das Zinssystem ständig noch mehr Geld zufließt. – Natürliche Wirtschaftsordnung musikalisch!
(Konstantin Weckers Webmagazin, 19.04.2011)

Vergessenes Guthaben: Sparbuch-Posse
Ein Vater zahlte 1959 zur Geburt seines Sohnes 106.025,08 Mark auf ein Sparbuch ein. Das Sparbuch geriet in Vergessenheit, tauchte jetzt wieder auf, und der Betrag ist inzwischen mit Zins und Zinseszins auf rund 300.000 Euro (also 600.000 Mark) angewachsen, schätzt der – weil die Bank sich zunächst weigerte zu zahlen – eingeschaltete Anwalt. Preisfrage: Wer hat die Differenz von einer halben Million Mark erarbeitet?
(Artikel von Corinna Kreiler in Financial Times Deutschland, 15.04.2011; eigener Kommentar.)

Zins und Zinseszins: Der programmierte System-Tod
Ökonomen bezeichnen den Zins üblicherweise als den „Preis des Geldes“. Das ist falsch. Der Zins ist nicht der „Preis des Geldes“, sondern der (ungerechtfertigte) Preis für seine Freigabe oder die (abwegige) „Belohnung für die Nichthortung von Geld“, wie der Ökonom John Maynard Keynes 1936 in seinem Hauptwerk Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes zutreffend feststellt.
(Norbert Knobloch in MMNews, 25.02.2011)

Denkt weiter!
Die Debatte ist wieder verstummt, aber sie ist nötiger denn je: Warum wir Wohlstand nicht allein über Wachstum definieren dürfen.
(Gerd Maas in ZEIT ONLINE, 20.02.2011)

Wachstum – Segen oder Verderben?
Eine Million australische Dollar - so viel verspricht ein Unternehmer aus Down Under demjenigen Ökonomen, der der Menschheit glaubhaft macht, dass Wirtschaftswachstum kein Allheilmittel für die Probleme der Welt ist.
(Hans-Christian Müller im Handelsblatt, 13.02.2011)

Die Finanzkrise als Anlass – Fragen, die sich jeder einmal stellen sollte< /br> Die aktuelle Krise sollte Anlass sein, darüber nachzudenken, ob nicht - frei nach Shakespeare - womöglich etwas faul ist im Staate Geldsystem. Diese Krise ist eine von vielen in den letzten Jahrzehnten (Asienkrise, Russlandkrise, Argentinienkrise, New Economy Krise, Immobilienkrise). Dabei werden die Krisen ständig größer und ihre Auswirkungen immer gewaltiger. Immer gigantischere Summen müssen in das System gepumpt werden, um einen totalen Kollaps zu verhindern.< /br> (Fred Lemrog in Readers Edition, 28.12.1010)

Das Wunder von Wörgl
Wie bekommt man das Geld zum Zirkulieren und in hoffnungsloser Rezession die Wirtschaft in Schwung? Ein österreichischer Bürgermeister wagte 1932 ein erstaunliches Experiment.
(Wolfgang Uchatius in ZEIT ONLINE, 28.12.2010)

Die Reise nach Richistan
Die Reichen werden immer reicher, die Löcher in den öffentlichen Haushalten tiefer und tiefer. Zufall? Mitnichten. Beides sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. – Der sicherste aller Schuldner und damit der Traum aller Kreditgeber ist – nach wie vor – der Staat. Dabei trägt der Schulden machende Staat kräftig bei zur Konzentration von privatem Reichtum. Indem er auf den privaten Finanzmärkten Kredite aufnimmt, verpfändet er einen Teil des Steueraufkommens an so genannte institutionelle Anleger wie Investmentbanken oder Aktienfonds. Diese aber sind nichts anderes als Frontorganisationen der Reichen, der Vermögenden, der "High Net Worth Individuals".
(Hans-Jürgen Krysmanski in Financial Crimes Deutschland, 29.09.2010)

Wachstum beruht auf Pump
Allein im Krisenjahr 2009 verschuldeten sich die EU-Staaten, die USA und Japan zusammen mit zusätzlich 2100 Milliarden Euro. Die Gesamtschuld dieser grössten Industrieländer erreichte Ende 2009 die kaum vorstellbare Summe von 24 000 Milliarden oder 24 Billionen Euro. Das entspricht annähernd hundert Prozent ihrer Bruttoinlandsprodukte. Mit andern Worten: Die Menschen in Europa, den USA und Japan müssten ein Jahr lang ohne Einkommen arbeiten, um ihre Staatsschulden abzutragen.
(Hanspeter Guggenbühl und Urs P. Gasche in WOZ Die Wochenzeitung/Schweiz, 04.11.2010)

Wenn unser Geld zur verderblichen Ware wird
Eine Dollarflut überschwemmt die Welt und sorgt für Unruhe auf den Finanzmärkten: Der richtige Moment für Parallelwährungen oder sogenanntes Freigeld, das stets im Umlauf sein muss.
(Philipp Löpfe in SonntagsZeitung/Schweiz, 30.10.2010)

"Banken erfinden Geld aus Luft"
Warum das Finanzsystem ein Betrugsmodell ist, was Bilanzen damit zu tun haben und warum der ultimative Crash droht, erklärt der Wiener Wirtschaftwissenschafter Franz Hörmann.
(Daniela Rom in derStandard.at, 13.10.2010)

Die Reise nach Richistan
Die Reichen werden immer reicher, die Löcher in den öffentlichen Haushalten tiefer und tiefer. Zufall? Mitnichten. Beides sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. –
Der sicherste aller Schuldner und damit der Traum aller Kreditgeber ist – nach wie vor – der Staat. Dabei trägt der Schulden machende Staat kräftig bei zur Konzentration von privatem Reichtum. Indem er auf den privaten Finanzmärkten Kredite aufnimmt, verpfändet er einen Teil des Steueraufkommens an so genannte institutionelle Anleger wie Investmentbanken oder Aktienfonds. Diese aber sind nichts anderes als Frontorganisationen der Reichen, der Vermögenden, der "High Net Worth Individuals".
(Hans-Jürgen Krysmanski in Financial Crimes Deutschland, 29.09.2010)

Is this the Right Time for the Fed to go Negative?
The second approach, proposed by Gesell, is to tax currency by making it subject to an expiration date. Currency would have to be "stamped" periodically by the Fed to keep it current. When done so, interest (positive or negative) is received or paid.
(Willem Buiter in The Wall Street Journal, 10.09.2010)

Die Legende vom nachhaltigen Wachstum
Inzwischen braucht man schon einen gewissen Selbstschutz, um in diesem Hamsterrad nicht die Orientierung zu verlieren. Ein möglicher Ausweg bestünde in einem entschleunigten Lebensstil, angefangen mit einer Entrümpelung: Von welchen Energiesklaven, Konsumkrücken und Komfort verheißenden Infrastrukturen könnte sich die Gesellschaft und jeder Einzelne freimachen? Der Abwurf von Wohlstandsballast wirkt befreiend. Es gilt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, statt sich in einer frustrierenden Vielfalt von Glücksversprechen zu verlieren.
(Niko Paech in Le Monde diplomatique, 10.09.2010)

Alternative Currencies Flourishing in Germany
Most of the currencies were inspired, at least in part, by a German merchant and monetary theorist called Silvio Gesell. And while some of his ideas would be distasteful to proponents of gold and silver as money, his "interest-free" currency would certainly represent a welcome improvement over the present system.
(Alex Newman in New American, 09.07.2010)

Wie kommen wir aus der Schuldenfalle? (Video, 03:25 min.)
Die weltweite Verschuldung hat ein Ausmaß angenommen, das mit "besorgniserregend" noch milde umschrieben ist. Nicht wenige Ökonomen sehen da schon die apokalyptischen Reiter heran galoppieren.
("Mr. Dax" Dirk Müller im ZDF, 08.06.2010)

Wie Freigeld die Finanzwelt ändern könnte
"Wenn Waren mit der Zeit verderben, so die Grundidee, muss auch das Tauschmittel an Wert verlieren. Das so konzipierte 'Schwundgeld' verliert im Quartal zwei bis drei Prozent seines Wertes. Durch ein aufklebbares Märkchen kann man es einfach wieder aufladen. Wenn man Geld als Infrastruktur ansieht, fällt für seine Benutzung eben eine Gebühr an."
(Alexander Glück in uptown-online.de, Juni 2010)

Mr. Dax: "Wenn die Politik verstünde, was passiert"
Epoch Times: "Glauben Sie, dass unsere Politiker das Prinzip des Zinseszins verstanden haben?" Dirk Müller: "Nein, eindeutiges Nein. Ein Großteil der Politiker hat es nicht verstanden (lacht)."
(Interview: Florian Godovits und Jacob Porstmann in Epoch Times Deutschland online, 20.05.2010)

Lanz, Müller und der Josephspfennig
“'Ich hatte zum ersten Mal auf einem großen öffentlich-rechtlichen Publikumssender die Möglichkeit auf das Zinseszinsproblem und das bevorstehende Ende des Lebenszyklus dieses Zinseszinssystems hinzuweisen, ohne dass Eichel oder Henkel widersprochen haben. …' So Dirk Müllers Kommentar zur Sendung 'Markus Lanz' am 29.04.2010."
(Nico Haupt in Readers Edition, 05.05.2010)

Neues Weltwährungssystem? (Mit "Interview" mit Silvio Gesell)
Sordon: Wie wird nun genau der Zins als das "Recht auf fremden Arbeitsertrag" verringert? Gesell: "Das herkömmliche Geld zieht seinen Zins … aus dem Warenumlauf. Es hat seinen Saugrüssel unmittelbar in die Blutbahn des Volkes gesenkt. Mit dem Freigeld wird dem Tauschmittel dieses Schröpfwerkzeug genommen. Und darum ist das Freigeld an und für sich kein Kapital mehr. Es kann den Zins nicht mehr unter allen Umständen erpressen.“
(Dieter Sordon in Wirtschaftsfacts.de, 29.04.2010)

Fiasko in Griechenland – Staatsanleihen kollabieren
"Griechenland braucht uns jetzt mehr denn je. Doch nicht mit Geld, das zu nichts anderem benutzt wird, als es in den Rachen des Kapitalmarktes zu werfen. Über finanzielle Unterstützung lohnt es sich erst dann wieder zu reden, wenn die jetzige Situation bereinigt und Griechenland aktive Hilfe bei der Wiederherstellung einer gesunden Wirtschaft braucht. Diese Rosskur steht in allen Ländern der westlichen Welt bevor. Wenn alles einen guten Verlauf nehmen soll, kann am Ende nur ein Geldsystem stehen, das die Marktwirtschaft vom Kapitalismus endgültig befreit hat und Mensch und Natur in den Mittelpunkt allen Strebens stellt."
(Blog HUMANE-WIRTSCHAFT, 23.04.2010)

Grüne kämpfen gegen die Wunderwaffe Wachstum
Faktisch stellen die Verfasser, die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin, mit ihren zehn Thesen unser gesamtes Wirtschaftssystem auf den Prüfstand. So werfen sie die Frage auf, inwieweit die Staatsverschuldung und das gesamte System von Geld und Zinsen zu einem "Wachstumszwang" führen, der sich fatal auf die Überlebenschancen der Menschheit auswirkt. "Wir halten den Abbau des Wachstumszwangs auch aus ökologischen Gründen für erforderlich", heißt es in dem Papier.
(Ralf Beste in SPIEGEL ONLINE, 15.04.2010)

Geldsystem vor Herzinfarkt
"Alle 'Sparbemühungen' seitens Politiker sind Lippenbekenntnisse, da das Geldsystem mit den fälligen Zinszahlungen eigene Zwangsmechanismen schafft, welche sich immer mehr vom Machbaren entfernen. Kein Wirtschaftswachstum der Welt wird den Zinseszinseffekt einholen.  ... Sollte sich dieser Trend fortsetzen, droht der totale Zusammenbruch des Geldsystems, weil es immer weniger 'Schuldner' gibt, bzw. keine neuen Schuldner für die fälligen Zinszahlungen mehr gefunden werden können."
(Michael Mross in MMnews, 26.03.2010)

Die Zinsfalle schnappt zu
"Das ganze Ausmaß der Dramatik wird deutlich, wenn man die Zinslast betrachtet, die da auf die USA zukommt und die Jahr für Jahr schwerer wird. 2010 dürften die Zinsen etwa 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung auffressen. Schon im Jahr 2020 dürfte laut CBO-Berechnungen der Anteil der Zinsen 4,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausmachen, erläutert Unger. Bis 2040 dürften die Sollzinsen dann so weit gestiegen sein, dass sie 25 Prozent des BIP verschlingen, wie Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ergaben."
(boerse.ARD.de, 25.03.2010)

Schwundgeld und Tahiti-Virus
"Sie wollen zusammen mit polynesischen und internationalen Studenten eine Öko-Modellwirtschaft auf Tahitis Nachbarinsel Moorea aufbauen?" [Folgen Details.] "Wir würden ein Regiogeld einführen, ... dessen Wert schrumpft, wenn es nicht umläuft. Damit vermeidet man Geldhortung und Zinsen." "Das berühmte Schwundgeld?" "Genau. Im österreichischen Wörgl hat das mitten in der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren zum regionalen Aufschwung geführt."
(Interview Ute Scheub mit Eric Bihl und Roti Make in taz, 19.03.2010)

Heiner Geißlers Weimarer Rede (Auszug): Globaler Tanz um das goldene Kalb
"Es gibt eben auf der Erde Geld wie Dreck, Geld wie Heu, ich habe es gerade gezeigt, es ist nur völlig falsch verteilt. ... Wir sind über lange, lange Jahre und Jahrzehnte das Opfer einer Shareholder-Value-Ökonomie geworden, inspiriert durch eine Reihe von Wirtschaftswissenschaftlern, die sich wie kaum andere Wissenschaftler geirrt haben. ... Es gibt auf der Welt 300 Leute, die haben ein Vermögen zusammengenommen von einer Billion Dollar. Das ist genauso viel wie die Hälfte der Menschheit, nämlich drei Milliarden, an jährlichem Einkommen hat. 2,4 Milliarden Menschen haben pro Tag weniger zum Leben als den Gegenwert von einem Dollar. Jede Woche sterben 250 000 Kinder unter fünf Jahren, weil sie nicht genügend zu essen haben."
(Heiner Geißler in TLZ.de – Thüringische Landeszeitung, 12.03.2010)

Green money
This system of stamping notes has a sensational track record. In the early 1930s the Austrian town of Worgl issued a similar currency and in so doing created full employment and completed local government projects such as new houses, a reservoir, a ski jump and a bridge.
(John-Paul Flintoff, The Sunday Times, in Times Online, 09.03.2010)

Dr. Heiner Geißler – 80 Jahre – und kein bisschen leise
Am 3. März begeht das christdemokratische Urgestein seinen achtzigsten Geburtstag. Zeitlebens scharfzüngigen Geistes und selten bequem... – “Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist nicht konsensfähig und zutiefst undemokratisch, es muss ersetzt werden durch eine neue Wirtschaftsordnung.”
(Max Pesie in RP ONLINE, 03.03.2010)

Freigeld als Weg aus der Dauerkrise? – Freiwirtschaftler halten das derzeitige Geldsystem für untauglich
Anhänger der Freiwirtschaft sehen nun die Lösung dieses Problems darin, dass Geld in Umlauf zu halten um den Fluss von Rohstoffen, Waren und Arbeit zu gewährleisten. Dazu, so die Theorie der Freiwirtschaftslehre nach Silvio Gesell, müsse der Anreiz, Geld zu horten, beseitigt werden. In der Praxis kann das dazu notwendige, so genannte umlaufgesicherte Geld erreicht werden, wenn die Währung eine Art eingebauten Wertverlust bekommt.
(Volker Wollny in suite101.de – Das Netzwerk der Autoren, 13.02.2010)

Banker-Boni sind nicht Ursache des Problems
Was kann getan werden, um das System (die Geldmenge) und damit die Abzockerei wieder "runterzufahren"? Die Antwort ist so einfach wie unscheinbar: Es ist der Zins. ... Der deutsch-argentinische Kaufmann Silvio Gesell (1862–1930) erkannte diese Zusammenhänge vor 100 Jahren und formulierte sein Modell des "Freigeldes".
(Peter Trinkler in ZISCH – Neue Luzerner Zeitung Online, 03.02.2010)

Mit Negativzinsen aus der Rezession
"Negative Zinsen sind ungleich billiger als schuldenfinanzierte Ausgabenprogramme."
(Prof. Dr. Ulrich van Suntum, Wirtschaftswissenschaftler, in Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, 27.01.2010)

Finanzkrisen im historischen Vergleich
Vorstellung historischer Finanzkrisen seit 1294, deren Krisenverläufe und Vergleiche zwischen den einzelnen Krisen mit Bezug zur aktuellen Finanzkrise.
(True Sale International)

Wachstum bedeutet Selbstzerstörung
Wird die Wirtschaft des "immer mehr" nicht infrage gestellt, kommt es zur Klimakatastrophe. ... Wahnsinn war für Albert Einstein die Dummheit, immer das Gleiche zu tun, aber andere Ergebnisse zu erwarten. Das gilt auch für den Glaubenssatz "Wachstum, Wachstum über alles".
(Michael Müller und Hubert Weiger in ZEIT Online, 09.01.2010)

Geld muss fließen
Zur Neuauflage von "Segen und Fluch des Geldes in der Geschichte der Völker" von Fritz Schwarz
(Ueli Mäder und Simon Mugier in WOZ – Die Wochenzeitung, Schweiz, 07.01.2010)

Parkgebühr für gehortetes Geld……
Bernhard Senf ist neben Helmut Creutz einer der wenigen unabhängigen Analysten die der zunehmenden Verarmung großer Bevölkerungsschichten mit wissenschaftlichen ökonomischen Methoden auf den Grund gehen.
(Alternative Europa Plattform, 26.12.2009)

Deutschland in der Zinsfalle – So schön lebt sich's schuldenfrei
40.400.000.000 Euro wird der Bund laut Haushalt 2010 allein an Zinsen zahlen. SPIEGEL ONLINE rechnet vor, was damit alles erschwinglich wäre (Bildstrecke).
(Spiegel Online, 16.12.2009)

Microfinance without the finance: self-liquidating currency
In practice, stamp scrip took the form of certificates to which a special stamp had to be affixed each time the scrip was used (transactions-based scrip, championed by Charles Zylstra), or every week or month (time-based scrip, as advocated for by Silvio Gesell and later by Irving Fisher.
(Prof. Jonathan Warner, Professor at Quest University Canada, microfinance focus, 08.12.2009)

Von Schulden geknechtet
Zwischenüberschriften: "Der unheilvolle Zinseszinseffekt", "Schuldentilgung? Pustekuchen!", "Umverteilung 'von unten nach oben'".
(boerse.ARD.de, 02.12.2009)

Wohlstand ohne Wachstum
Welche Reaktionen würde wohl die Ankündigung eines Automobilherstellers auslösen, demnächst ein Fahrzeug ohne Rückwärtsgang und Bremse produzieren zu wollen? Vermutlich Gelächter. Oder Kopfschütteln. Komisch, dass eine solche Reaktion nicht auch den meisten Ökonomen und Wirtschaftspolitikern entgegengebracht wird.
(greenpeace magazin 05.09)

Selbstblockade aus neuen Schulden und immer größeren Zinszahlungen
Wenn eine Ökonomie langfristig erfolgreich sein will, muss die Bedeutung der Zinsen für die Schaffung von Wohlstand in den Mittelpunkt der Wirtschaftslenkung gestellt werden. Negative Zinsen für das Horten von Kapital, wie dies Silvio Gesell forderte, wären ein Ausweg, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und in der Folge die Erhöhung der Innovationsrate zu ermöglichen.
(Telepolis, 02.11.2009)

Regisseur Michael Moore: "Der freie Markt existiert nicht mehr"
WirtschaftsWoche: Herr Moore, warum hassen Sie den Kapitalismus so sehr? Moore: Weil er das komplette Gegenteil von Demokratie darstellt. Demokratie ist ein System, das allen nutzen soll. Vom Kapitalismus dagegen profitiert eine winzige Minderheit zulasten des Großteils der Bevölkerung, der keinerlei Kontrolle über die Strukturen der Wirtschaft hat.
(wiwo.de, 31.10.2009)

"Das Kapital hat zerstörerische Kraft"
"Die Realwirtschaft ist nämlich gar nicht in der Lage, die Renditen zu erwirtschaften, die von einem gigantisch angewachsenen Kapital gefordert werden."
(ZEIT ONLINE, 23.10.2009)

Nicht die Armut, das Wachstum muss bekämpft werden
Ungebremstes Wachstum wird nicht mehr nur von Ökoradikalen, sondern auch von Vertretern des Establishments infrage gestellt.
(ZEIT ONLINE, 23.10.2009)

"Regiogeld nicht belächeln!"
Geld solle nicht dazu dienen, Profite und Zinsen zu maximieren, fordern die Regionalwährungs-Initiativen. Sie folgen deshalb der "Schwundgeld"-Idee des Kaufmanns Silvio Gesell.
(Chiemgau online, 20.10.2009)

"Wir haben noch nicht alles erreicht" Christian Führer gründet eine Revolutions-Stiftung
"Es gibt immer noch diesen Globalkapitalismus mit den ewig gleichen Antworten einer vergehenden Epoche. Die Banken machen schon wieder so weiter wie vorher. Das System ist wahrscheinlich heute ebenso unbelehrbar wie der Sozialismus damals nicht reformierbar war. Auch damals hat niemand geglaubt, dass Veränderung gelingt. Heute kann sie wieder gelingen." (Christian Führer war Pfarrer an der Nikolaikirche in Leipzig und Mitinitiator der Friedensgebete, aus denen sich 1989 die Montagsdemonstrationen entwickelten.)
(Der Tagesspiegel, 09.10.2009)

Insider verkaufen Aktien wie verrückt
Können hunderte Insider falsch liegen? Mit Insider sind die Chefs von Firmen gemeint die wissen wie ihre Unternehmen dastehen und ob ihre Aktien über- oder unterbewertet sind. Ihre Handlungen sind ein guter Indikator was wirklich los ist. Wenn sie ihre eigenen Aktien wie verrückt verkaufen, dann kann das ein wichtiges Signal sein, die Märkte stehen vor einem Absturz und sie kassieren vorher ein.
(Alles Schall und Rauch, 20.09.2009)

Ökonomische Metastasen
Die immer wieder entstehenden Blasen, denen seitens der Notenbank immer viel zu spät entgegengewirkt wird, sind die Metastasen unseres heutigen Zinseszins-Systems. Ein System welches dem Wachstumszwang unterliegt bildet ständig neue Tochtergeschwülste. Damit werden die Heilungschancen der Ökonomie mit jeder neuen Blase verschlechtert.
(be24.at – Börse-Express, 13.09.2009)

Hilfestellung in turbulenten Zeiten
Kann ein Börsenhändler, ein Spekulant von Berufs wegen, ein Kritiker des Kapitalismus sein? Ein gnadenloser noch dazu? Dirk Müller kann. Unser Wirtschaftssystem, davon zeigt er sich überzeugt, ist dem Untergang geweiht – wenn nicht bereits jetzt, dann in ein paar Jahren.
(Handelsblatt.com, 28.08.2009)

Die Krise, der "Aufschwung" und einige Tatsachen
Der Autor zitiert Börsen-Guru André Kostolany: “Im Grunde ist der Kapitalismus ein einziger großer Betrug. Lange möge er leben!”
(Readers Edition, 20.08.2009)

Harvard schwört der Gier ab
Mehr als die Hälfte der insgesamt 900 Absolventen schworen einen Eid, den sie zuvor selbst verfasst hatten. "Als Manager ist es meine Aufgabe, der Gesellschaft zu dienen", versprachen sie da beispielsweise und weiter: "Ich werde stets mit der größtmöglichen Integrität handeln und meiner Arbeit in einer ethischen Weise nachgehen."
(FAZJOB.NET – Frankfurter Allgemeine, 13.08.2009)

Verschiebebahnhof Weltpolitk – Warum der Crash nur eine Frage der Zeit ist!
"Die grundlegenden Systemfehler (Zinseszins, private Banken kontrollieren unbeaufsichtigt die Geldmenge), werden nicht behoben, nicht einmal in Frage gestellt. ... Die weltweite Staatsverschuldung steigt seit Jahrzehnten unaufhörlich. Die Schuldenlast steigt durch den Zinseszinseffekt exponentiell. Alles was den Regierungen einfällt, sind neue Schulden, um die alten zu begleichen."
(Goldreporter.de, 06.08.2009)

Konjunkturkredite statt schuldenfinanzierte Ausgabenprogramme
Van Suntum: "In der aktuellen Krise würde den Unternehmen sogar ein Negativzins von derzeit etwa 2 Prozent ausgezahlt werden, statt sie wie derzeit mit zirka 6 Prozent belasten."
(DailyNet.de Presseportal, 01.08.2009)

Es wird passieren
Wir sind nun an einem Punkt angelangt in dem die (Staats)Verschuldung expotentiell wächst und wir alle direkte oder indirekte Zinssklaven geworden sind. ... Wir sollten nach dem unvermeidlich gewordenen Zusammenbruch zumindest eines mit großem Nachdruck verlangen: Ein realistisches und faires Geld- und Finanzsystem ... welches nicht gleich zu Beginn "die Zeitbombe" eines ZinsesZins-Systems in sich trägt - sonst stünde spätestens unsere Enkel-Generation wieder vor den gleichen Problemen...
(be24.at – Börse-Express, 29.07.2009)

Mit Negativzinsen aus der Rezession
Die aktuelle Krise gibt Anlass darüber nachzudenken, ob keynesianische Ausgabenprogramme in großem Stil wirklich die beste Therapie sind. ... In der aktuellen Krise  würde den kreditnehmenden Unternehmen sogar ein Negativzins von derzeit etwa 2% ausgezahlt werden, statt sie wie derzeit mit 6 % und mehr zu belasten.
(Prof. Dr. Ulrich van Suntum in ÖkonomenBlog, 28.07.2009)

Reaching non Socialist People
If you have not yet read ... "Natural Economic Order" by Silvio Gesell, this is the time to do it! This is the time to learn about new visions and prepare for the hopeless times of the near future. Let´s be open, let´s learn, let´s be prepared. We shall overcome – some hopeless day!
(ZNet, 27.07.2009)

"Als Christen wagen wir zu hoffen"
Im Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise wurde in Lyon die Einsicht verlangt, dass "es Zeit ist für eine neue Wirtschaftsordnung". Man müsse die Welt erinnern, dass die Wirtschaft auf "ethischer Verantwortung und Umweltverträglichkeit" zu basieren hat, heißt es in der gemeinsamen Botschaft der Repräsentanten reformatorischer, orthodoxer, anglikanischer und altkatholischer Kirchen weiter.
(kathweb – Katholische Presseagentur Österreich, 23.07.2009)

Offener Brief an den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands Prof. Dr. Wolfgang Huber ...
... zum Wort des Rates der EKD zur globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise: "Wie ein Riss in einer hohen Mauer"
(Dr. Stephan Geue in seinem Blog "Machtdebatte", 17.07.2009)

Local Currency and The Wörgl Experiment
Drawing heavily on Silvio Gesell's proto-Libertarian idea of Freiwirtschaft, Unterguggenberger ordered the printing of a temporary relief currency pegged to the schilling that could only be used locally and lost 1% of its value every month.
(Daily Kos, 16.07.2009)

„Der Kapitalismus ist gescheitert“
"Der Kapitalismus ist genauso gescheitert wie der Sozialismus. Diese Krise ist das Symptom eines fundamentalen Wandels, es sind die Geburtswehen für eine neue Welt. So etwas hat in der Geschichte möglicherweise noch nie stattgefunden. Die Lösungen werden nicht aus der Ökonomie, auch nicht von den Regierungen kommen."
(Handelsblatt, Interview mit Fredmund F. Malik, 13.07.2009)

"Es gibt eine Alternative zur Gewinnmaximierung“
In einer neuen Enzyklika prangert der Papst das Profitstreben an. Die Sonntagszeitung hat darüber mit dem Wirtschaftsethiker Peter Ulrich gesprochen. Er verteidigt den Heiligen Vater, kritisiert die Manager und fordert Ökonomie für Fünftklässler.
(Frankfurter Allgemeine, 12.07.2009)

Eine eigene Währung für die Region
Bekanntestes Beispiel ist das Freigeld von Wörgl (Österreich). Mit dieser Zweitwährung schaffte es Bürgermeister Michael Unterguggenberger 1932/33, die Ökonomie am Ort nach der Weltwirtschaftskrise anzukurbeln. Die Arbeitsgutscheine waren mit Schilling gedeckt und mit einer monatlichen Umlaufsicherung belegt. Man zahlte ein Prozent des Werts, damit sie gültig blieben.
(Merkur-online.de, 11.07.2009)

Bond Report: Unter Null
"Abhilfe könnte damit nur eine Umlaufgebühr für gehortetes Bargeld sein, wie sie zuerst Silvio Gesell (1862 - 1930), der Begründer der Freiwirtschaftslehre, vorgeschlagen hat."
(Börse Online, 09.07.2009)

Das Wunder von Wörgl
"1932: Mit einer lokalen Tauschwährung startete die Tiroler Gemeinde Wörgl in der Weltwirtschaftskrise ein Freigeld-Experiment, das weltweit Aufsehen erregte."
(Der Freitag, 09.07.2009)

Gebühr auf Geld statt negative Leitzinsen
"Trotz einer stetigen Ausweitung der Bargeld- und Giralgeldmenge wird zu wenig Geld ausgegeben."
(Telepolis, 07.07.2009)

Massenvernichtungswaffe Swap
"Wir sollten eine radikale Geldreform wagen, die sich dem Wachstumszwang des Zinseszins-Effektes entzieht."
(Telepolis, 29.06.2009)

Mister Dax auf Mission
"Müller geißelt die Geldpolitik, spricht von Betrug. ... Er will den Zinseszins abschaffen. Hier verlässt er den gemeinsamen Boden mit Volkswirten."
(Rheinischer Merkur, 25.06.2009)

Dienst am Tod statt am Leben
Kapitalismuskritik aus theologischer Perspektive
(Neue Westfälische, 25.06.2009)

Weise, Wörgl, Weltwirtschaft
"Schon um 1900 hatte der umstrittene deutsch-argentinische Sozialreformer Silvio Gesell vorgeschlagen, Geld solle automatisch seinen Wert einbüßen [muss heißen: einen Teil seines Werts – d. Hrsg.], etwa mit einem Ablaufdatum."
(Wiener Zeitung, 13.06.2009)

Kapitalismus: Wir könnten auch anders
"Warum brauchen wir Wirtschaftswachstum? Weil sonst Firmen sterben. Weil dann Menschen arbeitslos werden, arm und unglücklich. Ist das unausweichlich? Eine Alternative muss her."
(DIE ZEIT, 20.05.2009)

Negative Leitzinsen – das Undenkbare denken
"Tiefer als null, sind Ökonomen überzeugt, können Leitzinsen nicht fallen. Prominente Forscher stellen dieses Dogma jetzt in Frage."
(Handelsblatt, 18.05.2009)

Tabuthema "Geldhaltesteuer"
"Fed hat Modell in der Schublade Die Idee dahinter: Geld liegen zu lassen soll sich nicht auszahlen, Schuldenmachen und Investieren hingegen schon."
(ORF.at, 14.05.200)

No end to Japan’s nightmare?
"Mitsuhiro suggested that Japan could achieve negative real interest through taxation, an idea that dates back the 19th century, when Silvio Gesell, a German economist, suggested governments could levy charges on hoarded cash."
(Fund Strategy, 11.05.2009)

Negative interest rates: when are they coming to a central bank near you?
"Tax currency and ‘stamp’ it to show it is ‘current on interest due’. This is Silvio Gesell’s proposal, supported by Irving Fisher and re-introduced into the policy debate by Marvin Goodfriend and by myself and Nikolaos Panigirtzoglou."
(Willem Buiter in ft.com, Financial Times, 07.05.2009)

Wirtschaftskrise: "Zinsen lassen Menschen verarmen"
"Plötzlich werden Außenseiter der Zunft interessant – etwa der Theoretiker Silvio Gesell (1862 -1930). Ein Computermodell hat ihn nun bestätigt: Unser Zinssystem produziert Krisen – immer wieder."
(Münchner Merkur, 05.05.2009)

Professor: Milliardenvermögen sind das Problem
Das ganze Ausmaß der Ungleichverteilung in Deutschland sei überhaupt noch nicht erkannt worden, erklärt der Dortmunder Verteilungsforscher Prof. Günther Moewes in einem Beitrag im Maiheft der Zeitschrift "Humane Wirtschaft".
(Informationsdienst Wissenschaft, 30.04.2009)

Das Geldsystem ist wie ein Krebs
Professorin Margrit Kennedy sprach beim Zukunftssalon im Stadtschloss über sogenannte Komplementärwährungen und die Schwächen der herrschenden Finanzwirtschaft.
(Fuldaer Zeitung, 28.04.2009)

Fed wünscht Zins von minus fünf Prozent
"Sind negative Zinsen also völlig ausgeschlossen? Die Antwort lautet: Nein. Die Idee ist überhaupt nicht neu. Bereits im 19. Jahrhundert argumentierte der deutsche Volkswirt Silvio Gesell für eine Steuer auf die Geldhaltung."
(Financial Times Deutschland, 04.2009)

This Has Worked Before!
"This is a copy of the letter I originally emailed to the President, several key Congressmen and women, and news agencies, with no response. I am now sending it out to everyone I can, hoping it won’t be discounted before someone qualified will take a moment, to investigate and evaluate the concepts."
(Citizien Economists, 23.04.2009)

It May Be Time for the Fed to Go Negative
"In the late 19th century, the German economist Silvio Gesell argued for a tax on holding money."
(Prof. Gregory Mankiw, Harvard University, in The New York Times, 18.04.2009)

Comeback der Regionalwährungen: US-Gemeinden drucken eigenes Geld
"Das Freigeld und die dazugehörige Wirtschaftstheorie wurde von Silvio Gesell erdacht, der durch sogenanntes 'Schwundgeld' die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes sichern, und eine Verklumpung des Finanzsystems verhindern wollte."
(International Business Times, 14.04.2009)

Über Geld, das die Region fördert
Das Finanzsystem und seine Fehler
(Kleine Zeitung, Steiermark, 11.04.2009)

90 Jahre bayerische Revolution – Literaten rufen die Räterepublik aus
"Für Finanzen war der parteilose Freiwirtschafts-Anhänger Silvio Gesell zuständig, nach dessen Theorie Geld ständig zirkulieren sollte – unter Verzicht auf Banken." (Letzteres stimmt nicht.)
(Bayerischer Rundfunk, 07.04.2009)

Deutschlands Sonnenenergie tut gut in Krisenzeiten
"Die Schuldenkonzepte der Banken und Unternehmer sind jetzt endlich offensichtlich gewordene Fallgruben, und der Zins-Zinseszins-Effekt ist einer der Effektivsten unter den bekannten Unternehmens-Killern."
(pressemeldungen.at, gefunden am 07.04.2009)

Deutschland bald schuldenfrei – ein Sommernachtstraum, Herr Steinbrück? Wi(e)der die Zinswirtschaft
Aus den neusten Islamischen Wort von Aiman A. Mazyek
(islam.de, 06.04.2009)

Das Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise
"Die Alternative zu Staatsbankrott und Krieg zeigt unser Film."
(GLOBAL CHANGE 2009, April 2009)

“Geld regiert die Welt”: Zinssystem, Geldschöpfung und Weltfinanzkrise
Interview mit Prof. Dr. Bernd Senf
(JungeMedien Hamburg e. V., 31.03.2009)

Freigeld: neues Geld für die Weltwirtschaft
"Vielleicht sollten Sie dabei auch auf den Leiter des Think Tanks der UBS Bank, Prabhu Guptara, hören, der sich vor einigen Wochen in einer kleinen Runde in Berlin für die Einführung einer antizyklischen Währung aussprach. Diese Währung müsse auf dem so genannten Freigeldprinzip basieren, das von Silvio Gesell (1862-1930) entwickelt wurde."
(Daniel Florian, Politik- und Medienberatung, 28.03.2009)

Das Wunder von Wörgl
"Das Jahr 1932 geht zu Ende. Die ganze Welt ist erschüttert von der bis dahin größten Wirtschaftskrise. Industriezweige brechen komplett zusammen, die Arbeitslosigkeit steigt. Armut und Verzweiflung greifen um sich. Nur ein kleiner Ort im österreichischen Tirol trotzt der Krise."
(Berliner Zeitung, 28.03.2009)

Wie der Zinseszins wenige reich macht und die Verschuldung fördert
"Der Zinseszinsmechanismus führt zu einer Konzentration von Vermögen in wenigen Händen, da sich die Kapitalerträge zunehmend bei wenigen Marktteilnehmern konzentrieren. ... Negative Zinsen für das Horten von Kapital, wie dies Silvio Gesell forderte, sind der einzige Ausweg, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und in der Folge die Erhöhung der Innovationsrate zu ermöglichen."
(International Business Times, 27.03.2009)

Reloading the Weapons of Monetary Policy
Harvard-Professor für Ökonomie Greg Mankiw entdeckt Gesells Geldreform
(Greg Mankiw's Blog, 19.03.2009)

Der Preis des Geldes
Tristan Abromeit, Anhänger der Freiwirtschaftsschule, hält eine Golddeckung als Voraussetzung einer stabilen Währung für überflüssig und schädlich.
(P.T. Magazin, 22.03.2009)

Die Ursache sitzt tief
Längst spüren die Menschen, dass ... das Übel an der Wurzel gepackt werden muss.
(Kunden-Newsletter der EthikBank, 13.03.2009)

Crashkurs - aus der Krise in die Chance?
Dirk Müller ["Mr. Dax"] hält sich zu Gute, dass er schon seit rund anderthalb Jahren vor Aktien warnt und sieht unser Wirtschaftssystem, das auf Zins und Zinseszins aufbaut, kurz vor dem Scheitern.
(Interview von Inforadio Berlin-Brandenburg vom 12.03.2009 mit Link zur MP3-Audio-Datei)

We need new thinking about money
"The skinny on the economy is this: There isn't enough money out there to go around. Money's always in shortage, and it's driving us wherever the next trend leads."
(Leserbrief an The Eagle-Tribune, 11.03.2009)

Die andere Wende
"Aber die Wahl, vor der wir tatsächlich stehen, ist ungleich fundamentaler: globale Währungs- und also Wirtschaftsreform – oder Revolution und Krieg." Autor: Alfred Gusenbauer, ehemaliger österreichischer Bundeskanzler.
(Die Welt, 09.03.2009)

Scharia im Petersdom
"Ratschläge zu Finanzanlagen sind aus dem Vatikan selten zu hören. Jetzt fordert der Kirchenstaat Banker auf, sich bei Investitionen doch bitte in Zukunft an die Regeln des islamischen Rechts zu halten." (Die Bibel würde genügen – d. Hrsg.)
(Financial Times Deutschland, 05.03.2009 )

Über die Geheimloge der Banker
Der Berner Schriftsteller Lukas Hartmann wirft einen Blick von außen auf ein geschlossenes System.
(Tagesanzeiger, Schweiz, 25.02.2009)

4. Quartal 2009 – Beginn der fünften Phase der umfassenden weltweiten Krise: Die öffentliche Ordnung zerfällt
"Seit Februar 2006 vertrat LEAP/E2020 die Auffassung, dass die umfassende weltweite Krise in vier Grundphasen ablaufen würde, nämlich die Anfangsphase, die Beschleunigungsphase, die Aufprallphase und die Dekantierungsphase."
(GlobalEuropa Antizipations-Bulletin, 18.02.2009)

PHOENIX Runde "Die reden, wir handeln – Bürger trotzen der Krise"
Dabei: Einer aus unseren Reihen, Vertreter der Regionalwährung Chiemgauer e.V.
(Sendung vom 17.02.2009)

Der Prophet des Untergangs
"Unser Wirtschaftssystem wird kollabieren, es ist nur die Frage, wann: jetzt oder in wenigen Jahren."
(Dirk Müller in der Berliner Zeitung, 13.02.2009)

Mr. Dax empfiehlt Alternativen
Dirk Müller rufe in seinem Buch "Crashkurs" – Platz 5 der SPIEGEL-Sachbuchbestsellerliste 7/2009 – zu Alternativen zum jetzigen Wirtschaftssystem, darunter die Freiwirtschaft, auf.
(HUMANBLOG mit weiteren Links, 13.02.2009)

"Wenn die Titanic absäuft, braucht man Rettungsboote"
Der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Senf über die tieferen Ursachen der Weltfinanzkrise und über Experimente mit Regionalwährungen.
(Tagesspiegel, 10.02.2009)

"In 30 Jahren wird es keinen Kapitalismus mehr geben"
Der Soziologe Immanuel Wallerstein sagte früh den Zusammenbruch des Sowjetblocks voraus und prophezeit nun das Ende des Kapitalismus.
(Telepolos – Heise-Verlag, 06.02.2009)

A cure for depression? Try funny money
A challenge in any economic downturn is getting people to part with cash. One solution from the 1930s: 'scrip,' a currency that's taxed if it isn't spent.
(thestar.com – Toronto Star, 31.01.2009)

Der vergessene Reformer aus Eden
Schüler des Oberstufenzentrums arbeiten an einer Ausstellung über Silvio Gesell
(Märkische Allgemeine, 29.01.2009)

Leserbriefe zum Thema Berliner Katastrophenpaket
in der Süddeutschen Zeitung – die ersten drei von Anhängern der Natürlichen Wirtschaftsordnung
(sueddeutsche.de, 22.01.2009)

The money-go-round
"Based on the theories of Silvio Gesell, a German “quasi-economist”, one such currency, the wära, was used to revitalise Schwanenkirchen, a Bavarian coalmining village, in 1931."
(Economist.com, 22.01.2009)

It is time for the monetary authorities to jump into the liquidity trap
"I have not seen too many central bankers perusing the works of Silvio Gesell."
(Willem Buiter in ft.com, Financial Times, 02.12.2008)

Arbeitslosigkeit durch einen Systemfehler unseres Geldes?
Die von der Wirtschaftswissenschaft vorgeschlagenen Abhilfen erwecken weithin den Eindruck eines Blindekuhspiels.
(Peter Knauer SJ, im Internet veröffentlicht am 13.12.2007)

Einstein, compound interest: Does not compute
Albert Einstein (oder Mark Twain oder Adam Smith) soll gesagt haben, der Zinseszins sei in variierenden Formulierungen "die größte Erfindung der Menschheit". Eine schöne Widerlegung (in Englisch).
(Blog "Millard Fillmore’s Bathtub", 2007)

"Marktwirtschaft ohne Kapitalismus" – Eine Neubewertung der Freiwirtschaftslehre aus wirtschaftsethischer Sicht
Die von Silvio Gesell (1862-1930) entwickelte und zu seiner Zeit vieldiskutierte Freiwirtschaftslehre ist in der ökonomischen und politisch-philosophischen Auseinandersetzung bereits Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in den Hintergrund gedrängt worden, obwohl gerade diese Lehre dem einzelnen Individuum mehr Freiheit und für sein Zusammenleben in der Gesellschaft mehr Gerechtigkeit in Aussicht stellt. Mit der vorliegenden Doktorarbeit an der Universität St. Gallen bringt der Autor Roland Wirth (geb. 1974) die Ideen von Silvio Gesell wieder in die allgemeine Fachdiskussion zurück.
(Prof. Hermann Kendel in Zeit-Fragen, 22.01.2007)

Macht euch klar, ihr werdet nie reich...
Auszug aus Michael Moores Buch: Dude, where's my country?
(znet – a community committed to social change, 09.10.2003)

Monetary Policy in a Zero-Interest-Rate Economy
"As short-term interest rates fall toward zero, it may be necessary for the Fed to rethink how it conducts monetary policy. In this article, we examine why conventional policy loses its effectiveness at very low interest rates and review some alternative tools for stimulating the economy."
(Federal Reserve Bank of Dallas, Juli/August 2003)

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